Ausbildung

Ausbildung

Die Ausbildung für die Milizfeuerwehr ist nicht dieselbe wie für die Mitglieder der Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehrleute führen die Einsätze in ihrer Freizeit durch und gehen daneben einer beruflichen Hauptbeschäftigung nach. Die Ausbildung ist je nach Kanton unterschiedlich organisiert. 

Für die Berufsfeuerwehrfrau und den Berufsfeuerwehrmann handelt es sich um eine Haupterwerbstätigkeit, er oder sie absolviert eine einheitliche Ausbildung mit eidgenössischem Fachausweis.

Milizfeuerwehr Berufsfeuerwehr

Milizfeuerwehr

Die Ausbildung zum Mitglied der Milizfeuerwehr umfasst:

  • Eine Grundausbildung (Basis von 2 Tagen)
  • Eine Vertiefung im darauf folgenden Jahr
  • Jährliche Weiterbildungen und Übungen nach der Eingliederung.

Jeder Kanton hat sein eigenes Ausbildungssystem.

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Freiburg

  • 3 Tage technische Grundausbildung
  • 2 Tage Atemschutz Grundausbildung
  • 1 Abend BLS-AED-SRC Ausbildung
  • Weiterbildungen oder Spezialausbildungen und regelmässige Übungen in den Folgejahren

Jura

  • 0,5 Tag BLS/AED Schulung (Reanimation und Defibrillation)
  • 5 Tage allgemeine Grundausbildung
  • 3 Tage technische Grundausbildung
  • Kantonale und eidgenössische technische Ausbildungen, anschliessend Kaderausbildungen und Ausbildungen für Ausbildende

Neuenburg

  • 1 Tag regionale Ausbildung
  • 5 Tage kantonale Ausbildung
  • 1 Tag Reanimations- (BLS) und Defibrillationskurs (AED)
  • Weiterbildungen oder Spezialausbildungen und regelmässige Übungen in den Folgejahren

Waadt

  • 2 Tage kantonale Ausbildung
  • Mind. 12 Stunden das ganze Jahr über, je nach interner Organisation der Feuerwehr
  • Spezialisierung in unterschiedlichen Bereichen (z.B. Atemschutzgeräteträger:innen, Chemiewehr) und spezielle Weiterbildungen innerhalb der Feuerwehren

Wallis

  • 3 Tage kantonale Ausbildung
  • Kantonale Spezialist:innen-Ausbildungen in den Folgejahren
  • Regelmässige Ausbildungen und Übungen auf Gemeindeebene

Solothurn

  • Je 2 Tage Basisausbildung Feuerwehr und Atemschutz (1. Jahr) 
  • Je 2 Tage Fachausbildung Feuerwehr, Technische Hilfeleistung, Atemschutz und ABC (ab 2. Jahr)
corps de sapeurs-pompier Fribourg

ZERTIFIZIERUNG DER FÜHRUNGSKOMPETENZEN VON FEUERWEHROFFIZIERINNEN UND -OFFIZIEREN, -AUSBILDENDEN UND -KOMMANDANT:INNEN

Neben der Aus- und Weiterbildung können Milizfeuerwehrleute ihre Führungs- und Teamleitungskompetenzen auch durch die Zertifizierung Swiss Leaders anerkennen und zertifizieren lassen, die in Partnerschaft mit der Feuerwehrkoordination Schweiz (FKS) durchgeführt wird.

Diese Zertifizierung richtet sich an Offiziere und Offizierinnen, Ausbildende und Kommandant:innen und wertet Schlüsselkompetenzen wie Teamführung, Entscheidungsfindung in Krisensituationen oder auch die Methodik der Erwachsenenbildung auf.

Sie stellt einen echten Mehrwert für die berufliche Laufbahn dar, da sie wertvolle Kompetenzen bescheinigt, die auch ausserhalb von Notfällen eingesetzt werden können.

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Zertifizierung der Führungskompetenzen

BERUFSFEUERWEHRFRAU ODER -MANN

2 % der Schweizer Feuerwehrleute haben das Glück, diese Tätigkeit als ihren Beruf in 16 bestehenden Feuerwehrkorps auszuüben. Diese sind auf die verschiedenen Regionen unseres Landes verteilt, an Standorten mit grosser Bevölkerungsdichte. Die Feuerwehrleute gewährleisten rund um die Uhr einen Bereitschaftsdienst im Depot und leisten entweder unabhängige Einsätze oder greifen als Ergänzung mit spezifischen Fahrzeugen oder Geräten der Milizfeuerwehr und Partnern unter die Arme. Die Mitglieder der Berufsfeuerwehr verfügen über besondere Fähigkeiten in den Bereichen atomare, biologische und chemische Ereignisse (ABC-Wehr) oder gehören Fachgruppen an. Dabei handelt es sich beispielsweise um Aufklärungs- oder Interventionsgruppen bei gefährlichen Ereignissen, also Spezialeinheiten der Feuerwehr, die für die Aufklärung und Rettung in besonders gefährlichen natürlichen oder künstlichen Umgebungen zuständig sind und daher eine anspruchsvolle Ausbildung voraussetzen.

Das Berufsfeuerwehrkorps gehört dem Schweizerischen Feuerwehrverband (SFV) an, der auch die Berufsbildung auf allen Ebenen fördert. In Zusammenarbeit mit der «Organisation der Arbeitswelt Feuerwehr» (OdAFW) organisiert der SFV die Berufsprüfungen zum Abschluss der Grundausbildung und fördert die Weiterbildung der Kaderleute. Der Verband befasst sich mit allen Themen, die Berufsfeuerwehrleute in der Schweiz betreffen. Der Besuch von verschiedenen Modulen an Hochschulen oder Schulen ermöglicht den Anwärter:innen, sich die nötigen Kenntnisse anzueignen und die schulische Bildung zu absolvieren, bevor sie sich im jeweiligen Depot für ein Praktikum im Berufsalltag anschliessen. Nach dem Praktikum können die Anwärter:innen zur Abschlussprüfung antreten, um bei Erfolg den eidgenössischen Fachausweis Berufsfeuerwehrfrau/-mann zu erlangen.

Weitere Informationen über die Ausbildung

BERUFSFEUERWEHRFRAU ODER -MANN

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